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MUSIK von VoltaireOnline.eu

GRAND CORPS MALADE von Lina Benner

Frischer Wind in den Pariser Bars
Hört man zum ersten Mal '"Grand Corps Malade"', so weiß man nicht so recht, was damit gemeint ist. Klingt nicht gerade nach einem 'jungen, coolen Künstler'. Aber genau das ist er, der 29-jährige 'Fabien', mit den großen blauen Augen, der sich hinter dem Pseudonym "Grand Corps Malade" verbirgt. Dank ihm hielt der 'Slam' Einzug  in die französischen Medien und - es weht ein frischer Wind über die Bühnen der Pariser Bars. Im März dieses Jahres erschien sein erstes Album '"Midi 20"', wo er seine poetischen Texte,  mit Musikbegleitung im Hintergrund, zum Besten gibt. Sie handeln vom ganz normalen Leben und beschreiben oft nur einen kleinen  Ausschnitt daraus. Das bekannteste seiner Stücke heißt '"Voyages en train"'.
Ein großer kranker Körper?
Wie kam Fabien eigentlich auf diese Bezeichnung? Besucht man seine Homepage, so erscheint als erstes die Silhouette eines 'Mannes mit einer Krücke.' Wir kommen der Sache also schon näher. Seine Biographie löst das Geheimnis auf: "Grand Corps Malade" wäre um ein Haar für immer gelähmt gewesen. 1997, während er als Animateur in einem Ferienlager arbeitete, verletzte er sich bei einem unglücklichen Sprung ins Schwimmbecken an der Wirbelsäule. Die Diagnose: er würde nie wieder laufen können. Eigentlich wollte Fabien Sportlehrer werden...Glücklicherweise gelang es ihm aber in den darauf folgenden zwei Jahren, das Gehen auf's Neue zu erlernen. Zwar muss er sich auf eine  Krücke stützen, doch er läuft wieder. Die schmerzhafte Erfahrung dieses Unfalls verarbeitet "Grand Corps Malade" auch in seinen Texten.

Slam - ein neues Phänomen in der Kulturszene
Beim Slam werden selbstgeschriebene Texte oder Gedichte a capella' vorgetragen. Grand Corps Malade" hat seinen  Stücken  auch eine 'musikalische Aufmachung' verpasst, d.h. er präsentiert  seine Gedichte zu Instrumentalbegleitung oder dem Gesang einer Frauenstimme im Hintergrund. Aber genau diese künstlerische Freiheit unterscheidet den Slam auch von den traditionellen Lesungen mit Leserpult und Wasserglas. Slam erlaubt es den Dichtern, die Texte auch zu 'performen', also zu schreien, zu flüstern oder zu pfeifen. Der Vortrag selbst sollte nicht länger als 'drei oder fünf Minuten' dauern, denn: in der Kürze liegt die Würze. Für "Grand Corps Madade" ist der Slam ein kurzer Moment, während dem er seinen Zuhörern Einblicke in seine Weltsicht verschafft. Dabei redet er über Themen, die wohl vielen von uns nicht ganz unbekannt sind, sowie Liebeskummer  oder die Liebe zum Leben. Im Jahr 2003, als der Slam in Frankreich erst wenige Jahre alt war,  trat er zum ersten Mal als "Grand Corps Malade" in einer 'Pariser Bar' auf. Kurz darauf gründet er für die Jugendlichen in seinem Viertel in St. Denis ein Slam-Atelier, um ihnen diese Kunstform näher zu bringen. Auch 'Festivals', wie zum Beispiel das Festival der Frankophonie im Limousin, werden zu einem beliebten Ort für seine Darbietungen.

Poetry Slam
In Deutschland kennt man Slam auch als "Poetry Slam", eine Art Wettbewerb, bei dem das Publikum entscheidet, welcher Dichter am einfallsreichsten war. An der unmittelbaren Reaktion der Zuhörer merkt man also sofort, ab der Text angekommen ist oder nicht. Die Notenskala reicht dabei von 1 bis 10, wobei es dazu ein interessantes Zitat gibt: „Eins für ein Gedicht, das nie hätte geschrieben werden dürfen, zehn für ein Gedicht, das einen spontanen kollektiven Orgasmus im Raum auslöst. Soviel also zur Berwertung. Der erste Poetry Slam in Deutschland, der eigentlich aus den USA kommt, fand 1994 in Berlin statt.

"Midi 20"
Der Titel seines Albums "Midi 20" ist auch gleichzeitig der Titel eines Stücks, bei dem Grand Corps Malade das Leben auf die Zeitspanne eines Tages reduziert. Die Sprache, die er dabei verwendet, ist die Sprache der Straße- eine sehr persönliche Sprache.' In  anderen Gedichten spricht er von seiner Heimatstadt St. Denis oder schlicht und einfach von seinem Leben., sowie z. B, in dem Stück "Sixième Sens".  Es sind Auszüge von Orten, von Leuten und oft werden ein kleiner beobachteter Abschnitt und der Beobachter selbst hervorgehoben. Während "Grand Corps Malade" seine Stücke erzählt, denn die Erzählung spielt bei ihm eine große Rolle, wirkt seine Stimme natürlich, und gut ;verständlich. Auch verwendet er gerne ,Metaphern,, "Les voyages en train",.  Die Zugfahrt steht  hier für ,Liebesgeschichten,, die genauso unterschiedlich verlaufen, wie es auch verschiedene Zugstrecken, Züge und Sitzplätze gibt. Eines haben jedoch alle gemeinsam: keine Zugfahrt dauert ewig und es gibt immer eine Endstation.  Obwohl viel Wahres dran ist an diesem Gedicht, so zeichnet es doch ein etwas pessimistisches Bild von der Liebe.  Man merkt, dass "Grand Corps Malade" selbst schon an so einigen unglücklich endenden Beziehungen zuknabbern hatte. Der Schluss des Gedichts ist jedoch sehr witzig gemacht, denn er fordert alle von der Liebe Enttäuschten auf, beim nächsten Mal den Bus zunehmen.

So ist die 'Lyrik' also auch im '21. Jahrhundert' angekommen und bei dem Wort 'Dichter' denkt man  nicht mehr unbedingt an einen Mann in einem verschlissenen alten Jacket und struppeligen Haaren, der irgendwo mit Feder und Tintenfass in einer Dachstube sitzt. Ein Dichter kann auch einfach der Typ von nebenan sein. 
"Grand Corps Malade"  ist jedenfalls nicht mehr nur der Typ von nebenan:  er wird 2007 in verschiedenen französischen Städten wie Strasbourg, Lyon oder Marseille auftreten und dadurch in Frankreich noch berühmter werden. Mehr Informationen über die Tourdaten erhält auf seiner Homepage. Eine Parodie auf seinen Namen gibt es schon: Die satirische Sendung "Groland" erfand den Namen "Petit Corps Normal" (kleiner normaler Körper).  
Wir haben für euch die Texte "Les voyages en train" und "Attentat verbal" abgedruckt. Der letztere erklärt sehr anschaulich den Slam.
Les voyages en train
J'crois que les histoires d'amour c'est comme les voyages en train,
Et quand je vois tous ces voyageurs parfois j'aimerais en être un,
Pourquoi tu crois que tant de gens attendent sur le quai de la gare,
Pourquoi tu crois qu'on flippe autant d'arriver en retard.

Les trains démarrent souvent au moment où l'on s'y attend le moins,
Et l'histoire d'amour t'emporte sous l'oeil impuissant des témoins,
Les témoins c'est tes potes qui te disent au revoir sur le quai,
Ils regardent le train s'éloigner avec un sourire inquiet,
Toi aussi tu leur fais signe et tu imagines leurs commentaires,
Certains pensent que tu te plantes et que t'as pas les pieds sur terre,
Chacun y va de son pronostic sur la durée du voyage,
Pour la plupart le train va derailler dès le premier orage.

Le grand amour change forcément ton comportement,
Dès le premier jour faut bien choisir ton compartiment,
Siège couloir ou contre la vitre il faut trouver la bonne place,
Tu choisis quoi une love story de première ou d'seconde classe.

Dans les premiers kilomètres tu n'as d'yeux que pour son visage,
Tu calcules pas derrière la fenêtre le défilé des paysages,
Tu te sens vivant tu te sens léger tu ne vois pas passer l'heure,
T'es tellement bien que t'as presque envie d'embrasser le controleur.

Mais la magie ne dure qu'un temps et ton histoire bât de l'aile,
Toi tu te dis que tu n'y est pour rien et que c'est sa faute à elle,
Le ronronement du train te saoule et chaque virage t'écoeure,
Faut que tu te lèves que tu marches tu vas te dégourdir le coeur.

Et le train ralentit et c'est déjà la fin de ton histoire,
En plus t'es comme un con tes potes sont restés à l'autre gare,
Tu dis au revoir à celle que tu appelleras désormais ton ex,
Dans son agenda sur ton nom elle va passer un coup de tipex.

C'est vrai que les histoires d'amour c'est comme les voyages en train,
Et quand je vois tous ces voyageurs parfois j'aimerais en être un,
Pourquoi tu crois que tant de gens attendent sur le quai de la gare,
Pourquoi tu crois qu'on flippe autant d'arriver en retard.

Pour beaucoup la vie se résume à essayer de monter dans le train,
A connaitre ce qu'est l'amour et se découvrir plein d'entrain,
Pour beaucoup l'objectif est d'arriver à la bonne heure,
Pour réussir son voyage et avoir accès au bonheur.

Il est facile de prendre un train encore faut il prendre le bon,
Moi je suis monté dans deux trois rames mais c'était pas le bon vagon,
Car les trains sont crapricieux et certains sont innaccessibles,
Et je ne crois pas tout le temps qu'avec la SNCF c'est possible.

Il y a ceux pour qui les trains sont toujours en grèves,
Et leurs histoires d'amour n'existent que dans leurs rêves,
Et y'a ceux qui foncent dans le premier train sans faire attention,
Mais forcément ils descendront dessus à la prochaine station,
Y'a celles qui flippent de s'engager parce qu'elles sont trop émotives,
Pour elles c'est trop risqué de s'accrocher à la locomotive,
Et y'a les aventuriers qu'enchainent voyages sur voyages,
Dès qu'une histoire est terminée ils attaquent une autre page.

Moi après mon seul vrai voyage j'ai souffert pendant des mois,
On s'est quitté d'un commun accord mais elle était plus d'accord que moi,
Depuis je traine sur les quais je regarde les trains au départ,
Y'a des portes qui s'ouvrent mais dans une gare je me sent à part.

Il parait que les voyages en train finissent mal en général,
Si pour toi c'est le cas accroche toi et garde le moral,
Car une chose est certaine y'aura toujours un terminus,
Maintenant tu es prévenu la prochaine fois tu prendras le bus.


Attentat verbal
C'est quoi, c'est qui, ces mecs chelous qui viennent pour raconter leur vie
C'est elle, c'est lui, c'est moi, c'est nous, on vient même si t'as pas envie
Mais si t'écoutes un tout petit bout, p't-être bien que t'en sortiras ravi
Et ça c'est important pour nous, c'est grâce à ça qu'on se sent en vie

J'aime ces attaques un peu surprises, c'est un attentat verbal
On a faim de se faire entendre, moi j'ai l'appétit cannibal
Certains diront que c'est un peu nase et d'autres que c'est franchement d'la balle
Quoi qu'il se passe on poursuivra mais crois pas que ton avis m'est égal

Capable de faire irruption dans des endroits inattendus
Dans des bars et des théâtres, tu nous as déjà entendu
Mais on a déboulé aussi dans des collèges, dans des lycées
Dans des squares et dans la rue, on a posé, toi-même tu sais
Le principe est clair : lacher des textes là ou et quand tu t'yattends pas
Claquer des mots un peu partout et que ça pète comme un attentat
Dans des salles ou en plein air, laisser des traces, faire des ravages
Va demander aux 129 pages ce qu'on appelle le slam sauvage

On pose des textes énervés, ou de geon-pi sentimental
On aborde un peu tous les thèmes avec ou sans instrumental
Mentalement prêt à proposer partout un intermède vocal
Une interruption sonore, un homicide amical

Si je vois de l'écoute dans tes yeux, je voudrai te dire merci
Et tu pourras me croiser partout sauf sur la scène de Bercy
J'ai des paroles pour te réveiller et j'en ai pour te bercer
Je te les offre sous les projecteurs ou dans le RER C
'
'Le plaisir de capter des regards un peu destabilisés
Qui se disent ceux-là, ils ont pas peur de se ridiculiser
Le plaisir de capter des regards parfois remplis d'émotion
Dans ces cas là, on sait qu'on a passé le test avec mention

On prend la parole à l'apéro et on la prend au dessert
Mais si les plus sceptiques nous disent "mais à quoi ça sert ?"
A pas grand chose c'est vrai, j'avoue, si ce n'est à partager
Des bons mots, des bons moments et des lyrics enragés

C'est un poème, c'est une chanson, c'est du rap ou du slam
Ferait tellement plaisir qu'après ce texte tu t'enflammes
Appelle ça un ego-trip ou appelle ça du freestyle
On est solide comme de la brique et fragile comme du cristal

Les mots sont nos alliés, on les aime comme maître Capello
Puis on les laisse s'envoler en musique ou a capella
Et comme des flèches ils tracent, lancés par nos cordes vocales
Puis on les entend résonner comme une bombe dans un bocal

On arrive comme un accident dans des endroits insolites
Tu nous verras souvent en groupe, on vient rarement en soliste
Et même si tu te sens à l'abris, il faut jamais que tu t'emballes
Tu peux subir à tout moment, un attentat verbal'

Maintenant tu sais qui c'est, ces mecs chelous qui viennent pour raconter leur vie
C'est elle, c'est lui, c'est moi, c'est nous, on vient même si t'as pas envie
Mais si t'écoutes un tout petit bout, p't-être bien que t'en sortiras ravi
Et ça c'est important pour nous, c'est grâce à ça qu'on se sent en vie




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